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Geschrieben von Petra Weiß
Mit Gründung der eigenständigen Gemeinde im Forchheimer Norden wurde auch die Schaffung eines evangelischen Gemeindezentrums mit Kirche geplant. Das Kirchenbaubarometer zeigte regelmäßig im Gemeindegruß die Summe der gesammelten Spenden an. 1966 waren 60000 DM gesammelt worden. Voller Tatendrang ging man an die konkrete Durchführung. Am 19.6.1966 legte Architekt Gsaenger dem Kirchenvorstand seine Planungen vor. Der ursprünglich geplante Hallenbau wurde zugunsten einer zeltförmigen Kirche verworfen. Der Architekt stellte in seinem Plan einen 12-Eckbau mit 25 m Durchmesser, einer Gesamthöhe von ca. 17,5m und 425 Sitzplätzen vor. Die vorgelegten Pläne wurden einstimmig angenommen. Anlässlich eines Besuches am 21. Juni begutachtete Landesbischof Dietzelbinger die Pläne. Er brachte seine Meinung, dass ein Kirchenbau dringend notwendig sei, unmissverständlich zum Ausdruck und wies den ihn begleitenden Dekan Dr. Schlichting besonders darauf hin. Nach zwei Jahren Schwierigkeiten und Papierkrieg mit Behörden in Bayreuth und München gab es aus München endlich grünes Licht. Am 29.Juni 1968 erfolgte die Grundsteinlegung für die Christuskirche. Die Arbeiten an dem 720000 DM-Projekt konnten aufgenommen werden. Das Volksblatt beschrieb die geplante Kirche als etwas eigenwilligen, dem Auge noch ungewohnten Bau. Das Richtfest war für den Herbst 1968 geplant. Doch erst im März 1969 errichtete man den imposanten, außergewöhnlichen Dachstuhl. Am 1. November 1970 wurde die Zeltkirche ihrer Bestimmung übergeben. Die künstlerische Gestaltung des Innenraumes mit Altar, Kanzel, Standkreuz und Taufstein führte der Bildhauer Reinhart Fuchs aus Untersteinbach bei Georgensgmünd aus. Die Gemeinde kann seitdem nun auf den 431 Sitzen Platz nehmen, die sich um Taufstein und Altarinsel gruppieren.