Vom kirchlichen Stützpunkt zur eigenständigen Gemeinde

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges existierte in Forchheim nur eine protestantische Gemeinde, die heutige Gemeinde St.Johannis.
Nach 1945 kamen zahlreiche Flüchtlinge nach Forchheim. Der zunehmenden Wohnungsnot begegnete man mit Neubauten, die meist im Forchheimer Norden errichtet wurden.
1953 lebten im Forchheimer Norden 1277 Protestanten. Deswegen plante die evangelische Gemeinde nördlich des Josef-Otto-Platzes einen kirchlichen Stützpunkt. Im Oktober 1954 beschloss der Kirchenvorstand einen Kindergarten zu errichten. 1955 wurde dieser gebaut, 1956 geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Im Dezember 1956 konnte das Gemeindehaus geweiht werden. Das Volksblatt bezeichnete diesen Tag als Markstein in der Geschichte der evangelischen Gemeinde von Forchheim Nord. Pfarrer Markert betonte, dass noch der Bau des Pfarr- und Mesnerhauses folgen müsse, sowie als Abschluss der Bau der Kirche. 1957 erhielt das Türmchen des Gemeindesaals eine Glocke. Im März 1958 folgte der erste Spatenstich für das Pfarrhaus. Es konnte im Oktober 1958 bezogen werden.
Trotz der umfangreichen Baumaßnahmen war die evangelische Pfarrstelle im Forchheimer Norden immer noch keine selbständige Pfarrei. Bereits im Dezember 1955 hatte Pfarrer Günther Heydemann die zweite evangelische Pfarrstelle in Forchheim übernommen. Im März 1957 wurde der Sprengel Nord der evangelischen Gemeinde Forchheim in die Tochtergemeinde Forchheim-Christuskirche umgewandelt. Im Dezember 1958 nahm der Kirchenvorstand Kenntnis von dem Antrag der Tochtergemeinde „Christuskirche Forchheim Nord“ auf Umwandlung in eine selbständige Kirchengemeinde. 1959 kam es dann zur Gründung der selbständigen Kirchengemeinde Christuskirche. Seither bestehen in Forchheim zwei eigenständige evangelische Gemeinden.